Mit Hut, Jazz, Pop und Reggae eingeheizt

Kai Podack und Big Band machten Station in Neumarkt — Auch die Vorband punktete

Von Jazz über Pop bis Reggae: Kai Podack hat‘s drauf.

Tolles Konzert im Reitstadel: Kai Podack und seine fantastische Big-Band ließen es mit Jazz-, Poparrangements und ein wenig Reggae ordentlich krachen. Einziger Wermutstropfen: Viele Plätze im Publikum blieben leer.

 Zu Beginn des Konzerts wartete auf den Zuhörer gleich eine kleine Überraschung: Die Vorband „Restrepo y Marco Matias“ sorgte mit Latin-Pop für gute Stimmung. Die drei Musiker boten selbst geschriebene, spanische Songs, die eingängig und abwechslungsreich das Publikum begeisterten, dar. Die Grundlage dieser guten Musik bildeten ein Percussionist am Cajon und ein wirklich hervorragender Gitarrist. Und auch die Stimme des Frontmanns passte perfekt zu dem Genre der Band.

Lässig auf Solo-Tour

Nach dieser schwungvollen Einleitung betraten Kai Podack und seine 18 Musiker – eine volle Big-Band-Besetzung — die Bühne. „Allesamt sind ganz besondere Musiker“, stellte Podack seine Band vor. Die haben schon mit Jan Delay oder Sarah Connor zusammengearbeitet. Und auch Kai Podack selbst kann auf eine beachtliche Karriere zurückblicken: Der 28-jährige Sänger hat schon viele bedeutende Preise eingeheimst und unterrichtet seit 2009 im Auftrag des BundesJugendJazz-Orchesters.

In lässigem Outfit mit Hut („Die coolsten Künstler haben alle einen Hut auf“) präsentierte er bei seiner ersten Solo-Tour das Programm „Swing ist mein Ding“. Am musikalischen Niveau der Musiker zweifelte wohl von Anfang an niemand; diesem Anspruch genügten auch alle ausnahmslos. Podack bearbeitete für sein Programm beispielsweise Hits von Frank Sinatra, die er auf Deutsch übersetzte, schrieb aber auch eigene Songs.

„Habt ihr je die Tagesschau gesehen und Bilder von Kindern, die zwischen Müllbergen spielen?“, heißt es da zum Beispiel. Insgesamt wirklich tolle Musik, oftmals auch mit sinnigen Inhalten. Da kam fast schon Jazz-Club-Feeling im Reitstadel auf. Schade nur: Die Einwürfe der Bläser waren oft sehr laut und der Text nur schwer verständlich.